Brückenspross an der Isar – eine temporäre Raumskulptur
Echte (Handwerk-) KUNST: Wir sind sehr stolz, dass wir am Kunstprojekt “Bridge Sprout” in München mitwirken durften. Das Atelier Bow-Wow aus Japan hat in Zusammenarbeit mit dem Münchner Architekturbüro Hannes Rössler und dem Kulturreferat eine Brücke aus Holz entworfen, die über die Isar ragt — allerdings nur die ersten Meter, dann bricht sie ab. Wir hatten die Ehre, die Brücke in unserer Firma in Trostberg aus heimischen Hölzern anfertigen zu dürfen.
Mit dem Projekt „Bridge Sprout“ ist eine außergewöhnliche temporäre Installation im öffentlichen Raum entstanden, die den Dialog zwischen Stadt, Fluss und Natur neu interpretiert. Gegenüber der Münchner Schwindinsel ragt ein hölzerner Brückenkopf über die kleine Isar – er endet jedoch abrupt, noch bevor das gegenüberliegende Ufer erreicht wird. Auf der Seite der Schwindinsel wird diese gedachte Verbindung durch eine zurückhaltend gestaltete Holzplattform aufgenommen, die sich behutsam in das sensible Naturumfeld einfügt.
In Formensprache und Materialität nimmt das Bauwerk Bezug auf alpine Holzbrücken und erinnert zugleich an die Geschichte der Flößerei auf der Isar. So entsteht ein begehbarer Raum über dem Wasser, der neue Blickachsen öffnet und das Erleben von Weite und Zwischenraum ermöglicht.
Die Installation versteht sich als künstlerisch-architektonischer Impuls, der mit großer Zurückhaltung die Besonderheit des Ortes betont, ohne ihn zu verändern. Sie lud Besucher*innen ein, innezuhalten, zu reflektieren und die Beziehung zwischen Mensch, Architektur und Natur auf neue Weise zu erfahren.
Das Projekt entstand in Kooperation mit dem japanischen Architekturbüro Atelier Bow-Wow sowie dem Münchner Büro Hannes Rössler Architektur.
Copyright: Atelier Bow-Wow, Foto: Christoph Knoch
